Der Hornschlittensport in Menzenschwand

Seit mehr als 30 Jahren veranstaltet die Hornschlittenabteilung des Skiclubs Menzenschwand Schlittenrennen mit traditionellen Hornschlitten., wie sie früher zu Holz- und Heutransporten verwendet wurden.

Diese damals unbekannte Sportart erfreute sich im Laufe der Zeit immer grösserer Beliebtheit. Mittlerweile finden Hornschlittenrennen zur Freude von Fahrern und Zuschauern im Schwarzwald, im Allgäu, in der Schweiz, in Österreich und in Italien statt.



Die Anfänge

28. 09. 1975 - 1996

Der Hornschlitten, ein Arbeitsgerät des Holzhauers, der früher wie Axt und Säge zum Handwerksgeschirr gehörte, wurde von den damaligen Holzhauern beim Holztransport in Menzenschwand bis in die 50’er Jahre genutzt. Danach verfiel der Hornschlitten in einen "Dornröschenschlaf", wie es der unvergessene Revierförster August Weber einmal treffend meinte.
Am 28.09.1975 saßen 3 "Frühschoppler" im Gasthof Mayerhof und unterhielten sich über den Wintersport. Es waren dies: Fritz Bauske, Ernst Dietsche, der spätere Hornschlittenpräsident und der damalige 1. Vorsitzende des SCM, Reinhold Schwörer. Letzterer erzählte über ein Hornschlittenrennen, das in Bayern durchgeführt wurde. An diesem Tage wurden die ersten Überlegungen getroffen, ein solches Rennen mit den alten Hornschlitten in Menzenschwand durchzuführen.
Am Fastnachtssonntag 1976 war es soweit; das erste Hornschlittenrennen wurde durchgeführt. Die Organisation hatten der SCM und die "Geißentäler" Narrenzunft übernommen und dies in den nächsten Jahren weitergeführt.
15 verwurmte und halbverfaulte Hornschlitten gingen mit ihren Fahrern an den Start, unter ihnen der heutige Ehrenzunftmeister Adolf Schlageter und sein damaliger Kassierer, Ehrenzunftrat Hermann Kaiser. Eine rasante Fahrt legten der damalige Ortsvorsteher Walter Schlageter mit seinem "Schwigger" Bernhard Mayer hin. Die Streckenführung des Rennens entsprach nicht ganz dem heute bekannten Verlauf, wurde aber auch schon auf dem Schwinbachweg durchgeführt. Den ersten Platz belegten Heinz Spitz und Peter Ruch, die auch in den kommenden Jahren immer wieder die vorderen Plätze bei Hornschlittenrennen belegten.
An erster Stelle stand damals die Gaudi, die manche Fahrer hatten, waren viele doch seit ihrer Jugendzeit nicht mehr auf einem Hornschlitten gesessen, andererseits das Hoffen, mit einem ganzen Hornschlitten ins Ziel zu kommen. Oftmals versagten aber die vielfach altersschwachen Schlitten ihren Dienst und lösten sich teilweise in ihre Einzelteile auf. Die Hornschlittenfahrer Heinz Walter Kistler und Volker Kunzmann, heute Bürgermeister in Bernau und Lenzkirch, legten während der Fahrt eine Vesperpause ein. Der Schlitten mit den Fahrern Ewald Kaiser und Bertold Baur scheiterte beim Zusammenstoß mit einer Sitzbank, die total zerstört wurde. Bei anderen Schlitten hatte der Zahn der Zeit, oder besser gesagt der Holzwurm, ganze Arbeit geleistet.
Dieser Umstand sorgte dafür, dass der Berufszweig des Wagners wiederbelebt wurde, der längst als ausgestorben galt. Wagnermeister Max Winkler aus Bernau und viele andere, die meisten schon längst im Rentenalter, hatten plötzlich alle Hände voll zu tun. Mittlerweile haben sich einige Hornschlittenfahrer wie Peter Ruch darauf spezialisiert, Schlitten nach alter Bauart selbst zu bauen. Mit moderner Technik ein Gefährt herzustellen, das kaum mehr für seinen eigentlichen Zweck verwendet wird sorgt auch hier dafür ein Stück Heimatgeschichte zu bewahren und lebendig zu halten.
Seit 1976 werden regelmäßig Schwarzwaldmeisterschaften veranstaltet, wobei die Brüder Siegfried und Paul Kaiser einerseits, wie auch Heinz Spitz und Peter Ruch die besten Fahrer waren. Aber auch Heinrich Sanin, Rolf Maier, Hansi Dietsche, Mathias und Cornelia Bächle, Dieter Böhler, Rolf Schmidt, Wolfgang Baur, Uwe Maier, Bernhard Schlegel, Bertel Schmieder, Albrecht Kist, Ursula Böhler, Nada und Manuela Ruch sollen hier als erfolgreiche Hornschlittenfahrer nicht unerwähnt bleiben.
Die zunehmende Beliebtheit, die der Hornschlittensport erfuhr, sorgte bald dafür, dass sich im Hochschwarzwald viele Hornschlittenbegeisterte zusammenfanden, und ebenfalls Rennen veranstalteten. So war es nicht verwunderlich, dass am 25.10.1980 der "Hornschlittenverband Schwarzwald" gegründet wurde. Zweiter Vorsitzender wurde unser damaliger Präsident Ernst Dietsche. Leider führten Unstimmigkeiten, schon im Mai 1983 zu einer vorzeitigen Auflösung des Verbandes. Der Stein des Anstoßes war die Bauart mancher Hornschlitten, die technisch ausgefeilt, nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Originalschlitten haben. Die heutige Regelung läßt allgemein eine Teilnahme in der Renn- und Originalklasse zu.
Im Jahre 1981 wurde die Hornschlittenabteilung gegründet und in den SCM aufgenommen. Die Abteilungsleiter Mathias Bächle, Peter Ruch, Wolfgang Baur und heute Dieter Böhler verstanden und verstehen es immer wieder, neue Akzente im Hornschlittensport zu setzen. So wurde 1982 der erste Hörnle-Marathon durchgeführt; ein Rennen, das nicht nur durch die Streckenführung vom Gipfel des Herzogenhorn bis ins Menzenschwander Tal den Fahrern einiges an Kraft und Geschick abverlangt. Auch das Hintergrundgeschehen, wie die letzten Vorbereitungen vor dem Start, der Griff in die Wachsbox, dessen Richtigkeit sich spätestens auf dem Flachstück erweist, das Kribbeln in der Magengegend, wenn der Starter die letzten Sekunden herunterzählt, und die Befriedigung, das Ziel in einer passablen Zeit erreicht zu haben, machen den besonderen Reiz dieses Rennens aus.
Zwei Höhepunkte, die Menzenschwand ins Rampenlicht von Funk und Fernsehen brachten, waren die "Internationalen Deutschen Meisterschaften im Hornschlittenrennen". Am 17.02.1980 fand die erste Meisterschaft statt. 111 Schlitten waren am Start, als Vorläufer fuhr Josef Stich "d´ Schnurrbartsepp", damals 70 Jahre alt, die Strecke ab. 1500 Zuschauer säumten die Rennstrecke, und ganz Menzenschwand war auf den Beinen. Diese Veranstaltung wurde ein voller Erfolg für die Hornschlittenfahrer aus Menzenschwand, Mathias und Cornelia Bächle belegten den dritten Platz. Gleiches läßt sich auch über die zweite Meisterschaft berichten, die am 19./20.02.1983 durchgeführt wurde. An dieser Meisterschaft hatten 105 Schlitten teilgenommen, erstmals auch Fahrer aus Villanders / Südtirol. Bei herrlichem Wetter führte ein Umzug, angeführt durch die Trachtenkapelle durch den Ort zur Rennstrecke. Der internationale Deutsche Meister wurde im Einzel und Doppel ausgefahren. Hierbei errang Mathias Bächle den Titel eines Internationalen Deutschen Meisters im "Einer".
1986 wurde im Kurhaus Menzenschwand das 10-jährige Bestehen gefeiert, wobei auch eine "Hornschlittentaufe" stattfand. Eine weitere sportliche Herausforderung für die Hornschlittenfahrer, ist neben dem Hörnle-Marathon der am 23.02.1985 erstmals durchgeführte Hornskiathlon. Wiederum war das Fernsehen anwesend, um über diesen Wettbewerb zu berichten. Nach einer Fahrt mit dem Hornschlitten vom Gipfel des Herzogenhorns bis zur Talstation des Mösle-Skilifts, ging es mit den Skiern zum Skilift Schwinbach, von dem der Abfahrtslauf ins Vorderdorf gefahren wurde. Am Kammbühl angekommen, ging es mit Langlaufski wieder ins Hinterdorf, wo am Skilift Mösle das Ziel zu erreichen war. Sieger dieses außergewöhnlichen Rennens wurden die Menzenschwander Uwe Maier und Bernhard Schlegel.
Seit dem Winter 1992 / 93 wird von den Hornschlittenfahrern eine sogenannte 5 - Bahnen - Tournee durchgeführt. Immer am Fastnachtssonntag wird, den Austragungsort von Jahr zu Jahr abwechselnd, ein Rennen durchgeführt. Innerhalb aller Rennen werden die Zeiten und Platzierungen notiert, um die besten zu ermitteln.
Seit 1976 haben viele Rennen stattgefunden, mehr als 20 Jahre sind seither vergangen, eine Zeit, die nicht nur finanziellen Gewinn, sondern vor allem Kameradschaft unter den Hornschlittenfahrern hervorgebracht hat. Hier wird eine Sportart gepflegt, die in die Landschaft paßt. Das gemeinsame Erlebnis eines solchen Rennens verbindet altgediente Hasen genauso wie Teilnehmer, die erstmals mit einem Hornschlitten fahren. Es kommen Teilnehmer aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zusammen und selbst die Menzenschwander nehmen weite Wege auf sich, um auch an auswärtigen Rennen teilzunehmen. Hier sei das Rennen in Garmisch genannt, die als Olympiade der Hornschlittenfahrer gilt, welche immer am 06. Januar stattfindet, wo Menzenschwander Schlitten immer wieder beachtliche Erfolge erzielten, so 1987 einen hervorragenden 3. Platz.
Der Hornschlittensport wird auch weiterhin ein fester Bestandteil in Menzenschwand bleiben, Nachwuchsprobleme kennt dieser Sport nicht. Denn immer wieder finden sich begeisterte Fahrer und Fahrerinnen, die aus Spaß an Hornschlittenrennen teilnehmen.
Menzenschwand im November 1997
Michael Ehlert, Rolf Maier





... und so ging es weiter

1996 - 2003

In den Jahren 1995 bis 1999 konnte alljährlich ein Hornschlittenrennen in Menzenschwand ausgetragen werden. Vom Hörnle-Marathon , Kammbühlpokal über Clubmeisterschaften bis hin zu einem Elchtest-Rennen, das extra für Kur- und Feriengäste angeboten wurde, war alles dabei.
Bei diesem Elchtest Rennen, das im Auslauf des Mösle Ski-Liftes in den Abendstunden ausgetragen wurde, konnten sich die ungeübten Teilnehmer erproben. Bei dieser ungefährlichen, etwa 100 Meter langen Strecke waren drei Tore zu durchfahren. Die große Zuschauerkulisse gab den Veranstaltern Recht und war wieder einmal eine schöne Werbung für den Ort Menzenschwand. Bei Glühwein, fetziger Musik und einer Schneebar fand dann bei Dunkelheit am Mösle Skihang ein Fackelabfahrtslauf von unserer hiesigen Skischule Gfrörer statt. Diese Veranstaltung kam bei allen sehr gut an.
Seit 1993 wird im Schwarzwald der Titel des Hornschlittenfahrer des Jahres vergeben, wobei die gefahrenen Rennen in Punkte umgerechnet werden und nach der Saison zusammengezählt werden. Dieser Titel, wobei es sich um einen geschnitzten Holzteller handelt konnten sich bisher vier Menzenschwander Hornschlittenpiloten ergattern. Dies waren Dieter Böhler , Rolf Schmid , Hans-Jörg Spitz und Bernhard Schlegel
Der begehrte Titel des Schwarzwaldmeisters der von 1995 - 2000 in Menzenschwander Hand war, wurde in diesen 6 Jahren 4 mal nach Menzenschwand geholt. Zweimal fiel das Rennen in dieser Zeit aus.
Fernsehanstalten berichteten schon oftmals über das Hornschlittenrennen angefangen in den 80zigern bei den internationalen Deutschen Meisterschaften. Sport unter der Lupe übertrug den Hornskiathlon. 1994 wurde die Schwarzwaldmeisterschaft aufgenommen und 1999 erschien ein gelungener Bericht über den Hörnle -Marathon in SWR 3. Ferner bestand Interesse und wurden Berichte geschrieben bei der Apothekenumschau, dem Kulturjoker in Freiburg und dem Ski-Magazin.
Die Misere begann im Jahre 2000. In 3 Jahren konnte kein einziges Rennen durchgeführt werden, aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und schlechten Schneelage. In der Wintersaison 2001 und 2002 wollte man einen Hornschlittencup austragen der am Rehbachskilift im Vorderdorf stattfinden sollte. Bei diesem Rennen sollten immer 2 Schlittengespanne gegeneinander fahren im KO-System. Zu dieser Veranstaltung wurde extra eine Startklappe angefertigt, wobei zwei Schlitten zeitgleich aus der Rampe kamen. Beide Rennen waren voll organisiert und komplett aufgebaut und es lag auch genügend Schnee. Nur in der Nacht kam der große Regen und am Sonntag morgen mussten wir beidemale die Veranstaltung absagen da alles unter Wasser stand.
Es war jammerschade diese "Rennen nicht durchführen zu können, da wir eine gute Teilnehmerzahl zu verzeichnen hatten, und dieser Parallel-Slalom eine interessante Sache für Zuschauer sowie Teilnehmern geworden wäre. 2003 fand dann bei Kaiser-Wetter und einer riesigen Zuschauerkulisse, wobei die Autos vom Ortseingang Vorderdorf bis zu den Kirchenparkplätzen standen, nach 6-jähriger Pause wieder einmal der Kammbühlpokal statt.
Bei bester Durchführung muss man allen Helfern ein riesiges Kompliment machen. Diese gelungene Veranstaltung bei der wir auch einige Schweizer Hornschlittengespanne am Start hatten wurde dann zwar 2 Jahre zu spät unser 25 jähriges Jubiläumsrennen. Jeder Fahrer und alle Helfer bekamen dazu einen Jubiläumskrug überreicht, die von unseren Gönnern Hans-Jörg Spitz und Detlef Häuser gesponsert wurden. 1997 brachten wir dann unsere Hornschlittenabteilung ins Internet. Rolf Maier, ein ehemaliger Hornschlittenfahrer war es, der eine Horn-Page errichtete und diese bis heute hegt und pflegt.
Ebenso können wir auf unseren Ehrenvorsitzenden des Ski-Club Menzenschwand und noch einzig lebendes Gründungsmitglied der Hornschlittenabteilung Reinhold Schwörer zählen, der immer schon ein Gönner der Hornschlittenabteilung war und in den letzten Jahren einige Pokale stiftete. Die Abteilungsleiter Bernhard Schlegel und Dieter Böhler waren es nur noch zusammen mit Rolf Schmid, die ab der Saison 2002 noch regelmäßig an Hornschlittenrennen im Schwarzwald für Menzenschwand starteten. Bisher konnten leider keine Fahrer mehr animiert werden um diese Sportart zu vertreten, und an auswärtigen Hornschlittenrennen regelmäßig teilzunehmen. Da es anderen Hornschlittenvereinen ähnlich geht wie dem unseren kann es sein, dass der Hornschlittensport in den nächsten Jahren langsam aussterben wird zumal die geringe Zahl der Teilnehmer sich am Minimum befindet, um noch Rennen auszurichten.
Menzenschwand im Mai 2003
Hornschlittenabteilungsleiter
Bernhard Schlegel


2004 - 2010

Aber die Menzenschwander Hornschlittenabteilung liess sich nicht unterkriegen. Bei der baden-württembergischen Sparkassenmeisterschaft 2004 auf dem Schwinbachhang übernahm sie bei der Eröffnung die Präsentation der angereisten Sparkassen. Als Showeinlange sind wir dabei durch die Tore des ausgesteckten Riesenslaloms gefahren, unterstützt von unserem Piloten Heinrich Sanin, der es sich trotz seiner 70 Jahre nicht nehmen liess, daran teilzunehmen.

In dieser Zeit wurde das Ski-Magazin auf den Hornschlittensport in Menzenschwand aufmerksam. Es entstand eine Reportage über die "Kammbühl-Fighter", wobei der Ort Menzenschwand wie folgt beschrieben wurde: "Das Dorf hinter dem Feldberg liegt etwas abseits vom winterlichen Hauptverkehrsstrom. Dadurch hat sich Menzenschwand eine grosse Portion Idylle bewahrt. Doch einmal im Jahr strömt eine Karawane verwegener Sportsfreunde in das beschauliche Schwarzwalddorf."

In der Saison 2005 reiste ein Hornschlittengespann zum Gegenbesuch zu unseren Hornschlittenkollegen nach Beckenried in die Schweiz. Auf 1600 m Höhe wurde das Rennen gestartet mit einem wunderschönen Blick auf den Vierwaldstätter See. Bei diesem Rennen waren sage und schreibe 108 Hornschlittengespanne am Start, wobei wir Menzenschwander Hornis allerdings die einzigen Ausländer waren.

In dieser Saison war es dann auch so, dass sich ein Vierergespann bildete: Mit Reinhold Schörer an der Spitze waren es Bernhard Schlegel, Dieter Böhler und Emil Schwörer, die die Abteilung leiteten. So konnte 2005 der Hörnle-Marathon nach längerer Pause wieder einmal in Angriff genommen werden, der mit seinen 6 km Länge zu den längsten Hornschlittenrennen überhaupt zählt. Zu dieser einzigartigen Veranstaltung meldete sich der SWR-Treffpunkt an, der eine schöne Sendung über Menzenschwand, das Rennen sowie den Hornschlittenbau im 3. Programm sendete, was auch Werbung für unseren Ort war. Leider waren bei diesem Rennen nur 25 Schlittengespanne am Start.

Immer wieder waren es Dieter Böhler und Bernhard Schlegel die in Garmisch-Partenkirchen bei der auch als "Horn-Olympiade" bezeichneten bayrischen Meisterschaft an den Start gingen und mit ihrem Schlitten "Hochbadnerland Menzenschwand Schwarzwald" die Region würdig vertraten. Bei diesem Rennen sind regelmässig über 100 Schlitten aus ganz Deutschland am Start und ca. 5000 Zuschauer an der Rennstrecke. Es konnten mehrere "top-15"-Plazierungen erreicht werden und einmal sogar mit Platz 9 ein "top-ten"-Resultat. Fahrerische Unterstützung haben wir zu diesem Rennen aus den eigenen Reihen durch den Schlitten "Hula-Express" mit dem Piloten Joachim Lauer bekommen.

In der Saison 2008 hatte es im Menzenschwander Tal keinen Schnee, so dass das geplante Rennen am Kammbühl nicht stattfinden konnte. Dafür fuhren die Schlitten "Hochbadnerland" und der "Hula-Express" erneut das Rennen in Garmisch-Partenkirchen mit. Ein Schlitten mit Dieter Böhler und Bernhard Schlegel nahm zudem wieder in der Schweiz an dem Rennen unserer Schweizer Hornschlittenkollegen auf der Klewenalp oberhalb des Vierwaldstättersees teil.

Am 22. Januar 2009 war die Landesschau zu Gast in Menzenschwand. Vier Hornschlittenfahrer, nämlich Dieter Böhler mit Reinhold Schwörer und Bernhard Schlegel mit Eugen Kistler waren es, die am Kammbühl mit zwei Schlitten den Fernsehkammeras ihre Dienste erwiesen. Am selben Abend wurde darüber ein Bericht in der Landesschau ausgestrahlt.

Am 1. März 2009 haben wir es erneut und innerhalb des Winters schon zum zweiten Mal geschafft, das Fernsehen nach Menzenschwand zu holen, diesmal zum Hörnle-Marathon, der zum fünfzehnten Mal ausgetragenen wurde. Mit Pistenraupe und Ski-Doo wurde am Freitag vor dem Rennen bereits kräftig gedreht. Am Sonntag begleitete das Fernsehen dann das ganze Renngeschehen, wobei insgesamt eine wunderbare 30-minütige Sendung herausgekommen ist, die am 8. März im SWR-Treffpunkt ausgestrahlt wurde. Unser Streckenchef Dieter Böhler hatte eine excellente Strecke herrichtet. Mit 45 Hornschlittengespannen, davon 6 aus der Schweiz, war auch ein ansehliches Teilnehmerfeld am Start.

Am 6. Januar 2010 waren Menzenschwander Hornschlittenfahrer in Garmisch-Partenkirchen am Start. Das Team um Joachim Lauer belegte einen guten 21. Platz. Im Februar wurden die Schwarzwaldmeisterschaften und gleichzeitig der 16. Kammbühl-Wanderpokal ausgetragen. Leider waren nur 19 Schlittenteams an diesem Rennen gestartet, wobei die Überschrift der Badischen Zeitung lautete: "Hornschlitten machen sich heuer rar". Mitte März nahm ein Team in der Schweiz am Beggrieder Hornschlittenrennen teil. Dieses Rennen hatte 136 Anmeldungen vorzuweisen!

Bernhard Schlegel


2012 -

Im Januar 2012 waren zwei Schlittenteams aus Menzenschwand bei der bayrischen Meisterschaft in Garmisch-Partenkirchen am Start.
Am 26. Februar 2012 wurde der 16. Hörnlemarathon vom Herzogenhorn nach Menzenschwand ausgetragen, wobei die Beteiligung mit 19 Schlitten allerdings wieder nicht befriedigend war.
Menzenschwander Schlitten nahmen in dieser Saison auch an Rennen anderer Schwarzwälder Vereine teil, unter anderem in Waldau.
Menzenschwander Schlitten fuhren sogar am Rennsteig im Thüringischen Brotterode mit. Die Rennen dort sind regelmässig mit einem grossen Volksfest verbunden.
Den Saisonabschluss bildete das Rennen auf der Beggenrieder Klewenalp in der Schweiz, bei Neuschnee und herrlichem Bergwetter.

Die Saison 2103 begann mit einem Blitzbesuch der Landesschau im Dezember 2012, die am Schwinbach Fernsehaufnahmen machten. Am Start waren zwei Hornschlitten ,die gesamte Aktion war eingebunden in den Wetterbericht des Landesschau - Teams. Unser Althornschlittenprofi Heinrich Sanin unterstützte uns massgeblich mit seinen Kenntnissen und nicht zuletzt mit seinen beeindruckenden Fahrkenntnissen.
Menzenschwander Schlitten fuhren dann auch wieder in Brotterode mit, in Neustadt sowie in Beggenried in der Schweiz.

Joachim Lauer